Kinder- & Jugendwohnhaus

Kiez Beresinchen

Frankfurt (Oder)

AWO KIEZberesinchen
Heinrich-Hildebrand-Str. 20
15232 Frankfurt (Oder)

Leiter: Marcel Reißmann


Telefon:
0335 606955 11
Fax: 0335 606955 19
E-Mail: m.reissmann@awo-kiez.de


„Jenseits von Richtig und Falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns“
Marshall B. Rosenberg

Unser KIEZ Beresinchen wird ständig von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 4 und 18 Jahren bewohnt. Sie haben zumeist Verhaltensauffälligkeiten, psychische Störungen, fehlende soziale Kompetenzen und kommen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten.

Mit individuell erstellten Hilfeplänen und Fachleistungsstunden, gezielten Gesprächen zwischen Betreuer und Kind/Jugendlichem und anderen fachlichen Maßnahmen soll den Kindern bzw. Jugendlichen eine Integration in die Gesellschaft sowie eine Verselbstständigung ermöglicht werden, um später einen eigenen Wohnraum zu beziehen und ein unabhängiges Leben zu führen.

Wir sind da

Wir stehen Kindern, Jugendlichen und Familien in schwierigen Lebenssituationen zur Seite. Wir unterstützen sie, ihren Lebensalltag zu bewältigen und nachhaltig zu stabilisieren.

Die Basis

Wir arbeiten im Dialog mit allen Beteiligten nach den Maßgaben des Hilfeplans gem. § 36 SGB VIII. Die im Hilfeplan vereinbarten Ziele bilden die Grundlage für eine gemeinsame Arbeit.

vertrauen & wachsen

Wir evaluieren den Prozess unserer täglichen Arbeit, um die Wirkung der eingesetzten Methoden nachvollziehbar zu gestalten. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, den Hilfeprozess veränderbar und ergebnisorientiert zu gestalten. Die Basis des Handelns ist gegenseitiges Vertrauen!

Potential entdecken

Wir bestärken die Kinder und Jugendlichen, ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erkennen und motivieren sie, dieses Potential entsprechend ihrer Möglichkeiten eigenverantwortlich zu nutzen. Ziel unseres Handelns ist, das Selbsthilfepotential der Kinder, Jugendlichen und Familien zu aktivieren.

Geht nicht, gibts nicht

Für eine bedarfsgerechte, auf den Einzelfall bezogene Hilfe, sichern wir die internen und externen Vernetzungen mit anderen Diensten und Einrichtungen im Stadtteil. Wir entwickeln situationsbedingt neue individuelle Lösungsstrategien.

"auswildern"

Wir unterstützen und begleiten die Kinder und Jugendlichen beim Aufbau sowie bei der Wiederherstellung einer tragfähigen Familienstruktur bzw. eines intakten Beziehungsnetzes. Dabei werden ihre bereits vorhandenen Erfahrungen, Ideen sowie gegebene Handlungsmöglichkeiten genutzt.

Wir wissen, dass es sehr schwer ist, Beziehungen aufzubauen.
Wir stellen uns dieser Herausforderung mit ...

Verständnis, Kontinuität, Zugewandtheit und Empathie.

  • Wer wird aufgenommen

    • Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten, fehlenden sozialen Kompetenzen und psychischen Störungsbildern, einhergehend mit massiven Beziehungsstörungen zu einem oder beiden Elternteilen
    • junge Menschen, die durch verschiedene Umstände aus ihrer Herkunftsfamilie herausgenommen werden müssen, mit dem Ziel, einer schnellen Wiedereingliederung
    • junge Menschen, die nicht wieder in ihre Herkunftsfamilie integriert werden können
    • Mädchen und Frauen, die durch ihre Schwangerschaft nicht mehr in der Herkunftsfamilie leben können und Hilfe erhalten möchten
    • Waisen, Halbwaisen, Kinder in Vormundschaft
    • sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche
    • behinderte Kinder und Jugendliche
    • junge Menschen mit Schwierigkeiten, bezogen auf emotionale Störungen, Störungen im Sozialverhalten sowie Lern- und Leistungsstörungen

    Kinder- oder Jugendliche mit Schwerstmehrfachbehinderung und Rollstuhlfahrer können nicht aufgenommen werden.

  • Alltagsgeschehen

    • Vermittlung von Werten und Normen
    • Einhaltung einer festen Tagesstruktur
    • Lernen am Modell und Vorbildwirkung
    • Einstellung auf unterschiedliche Alters - und Entwicklungsstufen und die daraus resultierenden Bedürfnisse
    • Begleitung in allen Lebensbereichen mit Blickrichtung auf die Selbständigkeit
    • Nutzug aller Ressourcen (persönliche, materielle, institutionelle und soziale)
    • Beziehungsaufbau und Beziehungsarbeit in allen Bereichen (Nutzung der flexiblen Stunden)
    • Wettbewerb unter den Kindern und Jugendlichen
    • Gruppenforen werden in der Regel einmal wöchentlich durchgeführt
    • Umgang mit Geld erlernen
    • Zukunftswerkstatt
  • Freizeit

    • Die Freizeitgestaltung (individuelle Aktivitäten und Gruppenaktivitäten)
    • Die Mitgliedschaft in Sportvereinen, AGs, Tanzgruppen oder Musikschule usw. entsprechend der persönlichen Neigungen ist möglich
    • Kanutour, Internationales Treffen in Slubice, Tour de Ffo, Wochenendcamping, Reiten
    • selbständig stellen sie Überlegungen zu ihrer Freizeitgestaltung an, besprechen sich nach Bedarf mit den Erziehern und kümmern sich um die Organisation und Durchführung
    • Im Haus befinden sich außerdem ein Boxraum, ein Tischkicker, ein Billardtisch und eine Tischtennisplatte. Im Außenbereich können ein Volleyballplatz, ein Abenteuerspielplatz, ein in unmittelbarer Nachbarschaft gelegener Streetballplatz sowie eine Spritzeisbahn genutzt werden. Für Fahrten in die Umgebung stehen Fahrräder zur Verfügung.
    • Individuelle Freizeitangebote in unserer Einrichtung
    • Für den allgemeinen Bedarf befinden sich im Versammlungs- und Konferenzraum Computer mit Internetanschluss sowie eine kleine Bibliothek.
  • Sport

    Seit vielen Jahren treiben wir regelmäßig Sport. Denn Sport ...

    • dient der Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder und Jugendlichen und fördert ihr Sozialverhalten,
    • fördert in hohem Maße die Entwicklung der Gemeinschaftsfähigkeit sowie Fairness und Teamgeist,
    • eignet sich hervorragend zur Integration von benachteiligten Kindern und Jugendlichen in die Gemeinschaft,
    • unterstützt den Aufbau des Selbstwertgefühls und schränkt Aggressivität und Gewaltbereitschaft ein,
    • Minimiert die latente Gefahr eines Einstiegs in den Suchtbereich,
    • dient der Gesunderhaltung des Körpers und
    • schult die Koordination und den Gleichgewichtssinn.

    Unsere Bewohner sowie die Kinder und Jugendlichen aus dem Stadtgebiet haben in unserem Fitnessraum die Möglichkeit, unter fachlicher Anleitung zu trainieren.

    Die körperliche Entwicklung und der Drang nach Selbstbestätigung, das Kräfte messen, das Bestehen vor anderen Jugendlichen, das Erkennen und Akzeptieren von Grenzen, sind ein großer Bestandteil ihrer Lebenssituation. Die Erfahrungen zeigen, dass unsere Sportgruppe ein gutes Gemeinschaftsgefühl entwickelt hat und „Neueinsteiger“ gleichberechtigt und herzlich aufgenommen werden.

  • Schule & Ausbildung

    • Schulbegleitung individuell
    • Einladen der Hansaschule zum gemeinsamen Brunch in unsere Einrichtung
    • regelmäßige Kontakte / Austausch mit Schulen, Arbeitsamt, Ausbildungs- und Praktikumsstätten
    • Organisation von Praktika, Beschäftigung je nach Möglichkeiten und Fähigkeiten der Einzelnen
    • die Beschulungsformen werden individuell gewählt
  • Familie & Elternarbeit

    Elternarbeit hat seit einigen Jahren einen wichtigen Stellenwert in unserer Arbeit. Diese beginnt schon mit den Gesprächen der Kinder und Jugendlichen über ihre Herkunftsfamilien und den Besuchen bei den Eltern.

    In den Hilfeplänen, welche in Zusammenarbeit mit den Eltern, den Kindern und Jugendlichen unserer Einrichtung, dem ASD und dem Mitarbeiter unserer Einrichtung erstellt werden, sind bestimmte Ziele festgehalten und Elternkontakte, z.B. an den Wochenenden oder in den Ferien, genau festgelegt. Die Besuche der Kinder und Jugendlichen bei den Eltern werden gemeinsam mit einem Betreuer vor- und nachbereitet.

    Für Eltern, die von außerhalb anreisen, um ihre Kinder zu besuchen, kann bei Bedarf auch ein Gästezimmer zur Verfügung gestellt werden.
    Um an der bestehenden Problematik der Eltern- und Kindbeziehung zu arbeiten, werden die Eltern, wie folgt, regelmäßig in den Heimalltag ihrer Kinder einbezogen.

    • Absprachen zwischen Eltern und Betreuer zur Absicherung von einheitlichen Handlungen
    • tägliche Einbeziehung der Eltern in den Tagesablauf (Integration in den Gruppenverband)
    • Besuche der Eltern sind jederzeit möglich
    • gemeinsame Aktivitäten zwischen Kind und Eltern werden unterstützt
    • es besteht die Möglichkeit zu regelmäßigen, persönlichen Telefonkontakten
    • feste Elternsprechzeiten bei der Leitung
    • Familienurlaub
    • gemeinsame Teilnahme an Elternabenden in Schule, Arztbesuche, Behördengänge
    • zwei Elternabende in unserem Haus im Jahr mit allen Eltern ermöglichen Beziehungsarbeit

Sorgen? Fragen? Hilfe?

Tel 0335 606955 13

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